fbpx

we will do it together

Mentale Stärke

Umgang mit Stress im Beruf

“Stress passiert nicht. Stress ist die Art, wie du auf die Dinge reagierst”

Stress entsteht durch unsere Wahrnehmung einer Situation als nicht bewältigbar. Stress ist somit Resultat eines Bewertungsprozesses. Bewerten wir unsere Situation als bedrohlich und unsere Möglichkeiten, sie positiv zu beeinflussen, als gering, dann entsteht ein Ungleich-gewicht von Belastung und Ressourcen. Deine persönliche Bewertung entscheidet darüber, was als Stress empfunden wird.

Stress hat einen Sinn

Die Stressreaktion ist aus evolutionspsychologischer Sicht tief in uns verankert und gilt als Warnsignal des Körpers vor Gefahr. In Gefahrensituationen werden so unsere Energiereserven mobilisiert, damit wir besser und schneller auf die entsprechende Situation reagieren können.
Somit hat Stress eine durchaus positive Funktion, die es uns ermöglicht gute Leistungen abzurufen. Dieser „positive“ Stress wird als Eustress bezeichnet.

Dimensionen von Stress

Stress kannst du in verschiedenen Dimensionen wahrnehmen. Einer-seits dominieren häufig Gedanken, die uns auf kognitiver Ebene bewusst werden. Vielleicht fällt dir oder deiner Umwelt – also Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiter*innen – dein verändertes Verhalten auf. Es kann aber auch sein, dass du Emotionen wahrnimmst, die bei dir wiederkehrend in stressigen Situatione auftauchen. Oft können wir aber am schnellsten über den Körper Stress bemerken. Bestimmte körperliche Symptome tauchen dann in Verbindung mit Stress auf. In der folgenden Graphik siehst du typische Auspägungen in den einzelnen Dimensionen.

01

Gedanken

“Das schaffe ich nie”,
“Jetzt auch das noch”,
“Immer ich”

02

Verhalten

hastiges Arbeiten, fehlende Pausen, mangelnde Planung, Unachtsamkeit

03

Emotionen

Angst,
Wut,
‘Nervosität, Gereiztheit, Verunsicherung

04

Körper

Anspannung, schnelle Atmung,
hoher Blutdruck, Schwitzen, Engegefühl

stay connected

Was führt im Beruf zum Stress?

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Angetrieben durch die Globalisierung und Digitalisierung, den demografischen Wandel, eine zunehmende Flexibilität und  Dienstleistungsorientierung, sehen wir uns im Arbeitsleben mit immer neuen Arbeitsanforderungen konfrontiert.
Laut Umfragen zählen die permanente Erreichbarkeit, der ständige Termindruck, die hohen Leistungsanforderungen, die schlechte Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sowie soziale Konflikte am Arbeitsplatz zu den häufigsten Stressoren im beruflichen Kontext.
Neben diesen arbeitsbezogenen Stressfaktoren gibt es häufig persönliche Stressverstärker, die
dein eigenes Stressempfinden zusätzlich steigern. Dazu zählen Perfektionismus, eine “Einzelkämpfer”- Mentalität, das Missachten eigener Grenzen und  unrealistische  Erwartungen.
Indem du herausfindest, welche Stressoren den größten Einfluss auf dich haben, kannst du auf
diese Faktoren besser reagieren und dein Stressmanagement entsprechend anpassen.

“Stress ist wie ein Gewürz - die richtige Menge bereichert den Geschmack des Gerichts. Zu wenig lässt das Essen fade schmecken, zu viel schnürt einem den Hals zu.”

- Donald A. Tubesing

Was du gegen Stress machen kannst

Das Ziel von Stressmanagement ist es nicht, jegliches Stressempfinden aus deinem Leben zu entfernen. Es geht darum, dass du Methoden kennenlernst und trainierst, die dir dabei helfen mit dem Stress besser umzugehen.
Hierbei kann dir die 4A-Methode (Annehmen, Abkühlen, Analysieren. Ablenkung oder Aktion)  helfen. Außerdem ist es hilfreich, wenn du eine Entspannungstechnik erlernst, mit deren Hilfe du dich aus einer stressigen Situation wieder “zurückholen” kannst. Der Body Scan ist eine Entspannungs- und Wahrnehmungsübung, die oft als sehr hilfreich erlebt wird. Du findest hier ein Video dazu.

plan of action

Annehmen

Das bedeutet, die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist. Diese Akzeptanz beinhaltet, dass du deine eigenen Stresssignale frühzeitig wahrnimmst und bewusst die Entscheidung triffst, diese Situation, dieses Problem anzunehmen.

plan of action

Abkühlen

Das bedeutet, dass du dich wieder sammelst, Abstand gewinnst, um einen klaren Kopf zu bewahren. überschießende Erregung in einer akuten Stresssituation in den Griff zu bekommen. Dabei kann es hilfreich sein eine kurze, gezielte Übung zu machen.
Beispielsweise eine Atem- oder Entspannungsübung. Häufig ist es auch hilfreich sich zu bewegen, denn Bewegung hilft dabei, die aufgestaute Anspannung der Stressreaktion abzubauen.

plan of action

Analysieren

Stress und negative Emotionen bringen häufig starke, schnelle Handlungsimpulse mit
sich, welche nicht immer lösungsorientiert sind. Nehme dir einen kurzen Moment Zeit, um zu einer bewussten Einschätzung deiner  Handlungsmöglichkeiten zu kommen.

plan of action

Ablenkung oder Aktion

Das Ergebnis der kurzen Analyse im vorangegangenen Schritt führt dann entweder
dazu, dass du gezielt Maßnahmen ergreifst, um die aktuelle Situation zu beeinflussen, oder du bemerkst, dass es besser ist sich von der aktuellen Situation zu distanzieren
und für das eigene Wohlbefinden zu sorgen.

“Unsere stärkste Waffe gegen Stress ist unsere Fähigkeit, einen Gedanken dem anderen vorzuziehen.”

- Dr. William James

Willst du noch mehr zum Thema Stressmanagement erfahren, dann höre in die Episode #5 “Wie du dir dein individuelles Stressmanagement aufbaust” an.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns, wenn du ihn mit deinen Freund*innen teilst:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn