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Mentale Stärke

Selbstwirksamkeit fördern

selbstwirksamkeit foerdern

Die Macht der eigenen Gedanken und ihr Einfluss auf unseren Körper, unser Befinden und unser Handeln ist wissenschaftlich bewiesen. Die Überzeugung hinsichtlich eigener Fähigkeiten ist ein zentraler Aspekt, um das eigene Leben aktiv zu gestalten, Krisen zu bewältigen und Erfolge zu erzielen. In der Psychologie wird diese Überzeugung mit dem Konzept der Selbstwirksamkeit beschrieben.

Berufsbezogene Selbstwirksamkeit

Die berufsbezogene Selbstwirksamkeit ist die Einschätzung deiner eigenen Kompetenz, Aufgaben des Berufslebens erfolgreich bewältigen zu können. Diese Überzeugung hilft dir, dich auf deine berufliche Laufbahn vorzubereiten und die gewünschten Ziele im Beruf zu erreichen. Die Auswirkung der Selbstwirksamkeit und den beruflichen Erfolg beschränkt sich nicht nur auf dich als Individuum, sondern kann auch auf Gruppenebene im Sinne der kollektiven Selbstwirksamkeit übertragen werden. Dieser gemeinsame Glauben einer Gruppe an die eigenen Fähigkeiten, ermöglicht es auch auf Teamebene die angestrebten Ziele zu erreichen.

Think about

„Wenn die Selbstwirksamkeit fehlt, neigen die Menschen dazu, sich ineffektiv zu verhalten, obwohl sie wissen was zu tun ist“ - Bandura

Die Selbstwirksamkeit beschreibt die Überzeugung einer Person, dass das eigene Handeln wirksam ist und zu positiven Ergebnissen führt. Selbstwirksame Menschen sind sich sicher, Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können und ihre Ziele zu erreichen. Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit bringt ein Gefühl von Kontrolle über das eigene Leben mit sich und führt dazu, dass Menschen ins Handeln kommen und ihr Leben aktiv mitbestimmen. 

 

Das Konzept der Selbstwirksamkeit stammt von dem Psychologen Albert Bandura. Er widmete seine Forschung den Lernprozessen von Schülern und untersuchte, wie die Auffassungen der Schüler von sich selbst das Erreichen von Lernzielen beeinflussten. Dabei konnte Bandura beobachten, dass Menschen, die von ihrer eigenen Handlungskompetenz überzeugt waren, das gewünschte Verhalten auch tatsächlich zeigten und ihr Ziel erreichten.

Selbstwirksamkeit und wie sie mit anderen Begriffen zusammenhängt

Zahlreiche Begriffe werden mit dem Konzept der Selbstwirksamkeit in Verbindung gebracht und im Alltag häufig als Synonyme verwendet. Jedoch ist es wichtig, diese Konstrukte voneinander zu trennen, um ein besseres Verständnis der Selbstwirksamkeit zu bekommen.

Das Selbstbewusstsein bildet den Grundstein der Selbstwirksamkeit und basiert auf dem Prinzip der Achtsamkeit. Es geht darum, deine eigenen Gefühle, Körperwahrnehmungen und Gedanken achtsam wahrzunehmen und so ein Bewusstsein über das eigene Befinden zu erlangen.

Auf diesem Bewusstsein baut die Selbstakzeptanz auf. Selbstakzeptanz bedeutet, die eigenen Gefühle, Gedanken, Stärken und Schwächen anzunehmen. Die Akzeptanz der eigenen Person ist auch Voraussetzung dafür, dass du deinen eigenen Wert erkennst. 

Der Selbstwert ermöglicht dir einen respektvollen Umgang mit dir selbst und auch den Aufbau von Selbstvertrauen. Wenn du dich selbst wertschätzt und deinen eigenen Fähigkeiten vertraust, bist du widerstandsfähiger gegenüber Kritik und hast du den Mut dich neuen Herausforderungen zu stellen.

Aus diesem Vertrauen in dich selbst entsteht die Erwartung, dass dein eigenes Handeln wirksam ist. Diese Selbstwirksamkeitserwartung baut auf den vorherigen Konzepten auf, denn Selbstbewusstsein, Selbstakzeptanz, Selbstwert und Selbstvertrauen sind notwendig, um die eigene Selbstwirksamkeit zu fördern.

Erster Schritt in Richtung Selbstwirksamkeit fördern

Eigene Erfahrungen
Den wohl größten Einfluss auf die Entstehung von Selbstwirksamkeit haben deine eigenen Erfahrungen. Erfolgserlebnisse fördern deine Selbstwirksamkeit. Machst du die Erfahrung, dass dein eigenes Handeln zum Erreichen des Ziels führt, dann wirst du auch in Zukunft von deiner eigenen Kompetenz überzeugt sein. Hierbei ist es zentral, welcher Ursache du deinen Erfolg zuschreibst. Die eigenen Erfolge solltest du dir selbst zuschreiben und nicht dem Glück oder Zufall. Dadurch lernst du, dass dein Handeln positive Konsequenzen hat und du dein Leben aktiv gestalten kannst.

Modelllernen
Das Erlernen von Selbstwirksamkeit wird auch durch den sozialen Austausch mit anderen gefördert. Das sogenannte Modelllernen beschreibt den Lernprozess, der erfolgt, wenn durch Beobachtung anderer neue Verhaltensweisen gelernt werden. Beobachtest du Personen, wie diese durch eigene Anstrengung eine Herausforderung bewältigen, kann auch deine eigene Selbstwirksamkeit gefördert werden, indem du Rückschlüsse auf dein eigenes Verhalten ziehst. So entwickelst du das Gefühl, dass auch du diese Herausforderung meistern könntest: „Wenn der das kann, kann ich das auch!“. Diese Erfahrung ist besonders förderlich für deine Selbstwirksamkeit, wenn du der beobachteten Person ähnliche Kompetenzen zuschreibst wie dir selbst.

Verbale Ermutigung
Wir sind soziale Wesen und suchen den Kontakt zu anderen. Wenn andere an dich glauben und dir gut zureden, gibt dir das Kraft und Vertrauen in dich selbst. Positive Bestärkung von anderen stärkt das Vertrauen in dich selbst und deine Selbstwirksamkeitserwartung. Ein solcher Zuspruch kann auch in Form von Feedback erfolgen. Feedback ermöglicht es dir, deine Fähigkeiten besser einzuschätzen und einzusetzen.

„Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben eines Menschen“

– Leo Tolstoi

Auswirkungen einer hohen und einer niedrigen Selbst-wirksamkeit

In der Forschung konnte ein Zusammenhang von Selbstwirksamkeit und Stressbelastung nachgewiesen werden. Demnach erleben selbstwirksame Menschen weniger Stress im privaten als auch im beruflichen Alltag. Somit zählt die Selbstwirksamkeit zu den Säulen der Resilienz und macht dich widerstandsfähiger gegenüber Krisen und Rückschlägen.

Die Selbstwirksamkeit besitzt zudem einen großen Einfluss auf dein Verhalten. Eigene Kompetenzerwartungen ermöglichen es dir bestimmte Handlungen zu planen und auszuführen, um dein gewünschtes Ziel zu erreichen. Eine hohe Selbstwirksamkeits- erwartung geht außerdem einher mit einer erhöhten Ausdauer und Anstrengung angesichts von Barrieren und Schwierigkeiten und wirkt sich somit auch auf deinen Handlungserfolg aus.

Können deine Gedanken einen so großen Einfluss auf dein Verhalten haben? Ja! Dieser Einfluss kann durch das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung erklärt werden. Es konnte gezeigt werden, dass Menschen selbst durch ihre eigenen Einstellungen ihr Umfeld, ihre eigene Wahrnehmung und ihr eigenes Handeln beeinflussen können. Wenn du also davon überzeugt bist, dass du eine Herausforderung durch dein eigenes Verhalten bewältigen kannst, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass du dich auch auf der Handlungsebene mehr anstrengst und dich von kleinen Hindernissen nicht von deinem Ziel abbringen lässt.

Dieser Einfluss der Selbstwirksamkeit auf das Verhalten wird in vielen Bereichen der Gesundheitsvorsorge eingesetzt. So unterstützt die Erwartung eigener Wirksamkeit beispielweise bei der Raucherentwöhnung. Menschen, die Abstand zum Rauchen schaffen möchten, erreichen ihr Ziel mit Hilfe der Überzeugung, auch dieser Herausforderung gewachsen zu sein. Doch auch abseits von Therapie und Gesundheitsvorsorge findet das Konzept Anwendung. Neben Techniken und körperlichen Fähigkeiten setzen Sportler und Trainer auch ihre mentale Stärke ein, um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. Die Überzeugung, mittels eigener Kompetenz den Gegner schlagen zu können, ermöglicht ihnen einen bestmöglichen Einsatz ihrer Fähigkeiten.

„Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben eines Menschen“

Willst du noch mehr zum Thema Selbstwirksamkeit erfahren, dann höre in die Episode #3 Wundermittel Selbstwirksamkeit rein